In Reppinichen werden 500 000 Euro für Anger und mehr investiert
REPPINICHEN – Ein bisschen Sorge, der Dorfteich könnte Opfer der Ortserneuerung werden, ist geblieben. Dabei geht es nicht allein um das Erscheinungsbild der 350-Einwohner-Kommune, sondern mithin um eine hinreichende Möglichkeit zur Löschwasserentnahme.
Rund 500 000 Euro, inklusive Fördergeld, wird die Gemeinde Wiesenburg/Mark bis nächstes Jahr investieren, hat Bürgermeisterin Barbara Klembt (Die Linke) angekündigt. Neben der Erneuerung der Straßenbeleuchtung – ohne Hohenlobbeser Weg und Zipsdorfer Straße – geht es maßgeblich um die Angersanierung. Die Pläne des Reudener Ingenieurbüros Fläming-Consult dafür sind am Dienstagabend in einer gut besuchten Ortsbeiratssitzung vorgestellt worden.
Innerhalb des Vorhabens soll das Kriegerdenkmal saniert werden. Außerdem ist der Abriss des hölzernen Schlauchturmes vorgesehen. Der Tragspritzenanhänger der freiwillligen Feuerwehr wird dann im Nebengebäude des Dorfgemeinschaftshauses untergestellt. Dorthin gibt es künftig eine Zufahrt von der Kreisstraße über das Areal der Kirche, die ihrerseits gerade am und im Gotteshaus mit Bau- und Gestaltungsarbeiten beschäftigt ist.
Daneben ist umfangreicher Straßen- und Wegebau vorgesehen. Von der Reetzer Straße aus werden demnach die Flächen mehr denn je profiliert und begrünt. Ab Hausnummer 5 wird eine Anliegerstraße entstehen. Sie soll drei Meter breit sein, aus grauem Betonsteinpflaster hergerichtet und bis zum Dorfgemeinschaftshaus geführt werden. An der Westseite wird eine asphaltierte Buswendeschleife ausgebildet, von der ebenfalls eine gepflasterte Anliegerstichstraße ausgeht. Durchgangsverkehr wird aber letztlich nicht zugelassen, so dass den Anwohnern die Idylle am Gewässer erhalten bleibt.
Nach Ansicht von Planer Erhard Steker sorgt die Versiegelung bislang noch unbefestigter Wege und Plätze dafür, dass er genügend Wasserzufuhr hat, selbst wenn ein Teil des Niederschlags – ebenfalls beabsichtigt – schon in Grünflächen am Rande versickert.
Die Abflussregulierung am Wehr will Barbara Klembt noch einmal prüfen lassen. „Ansonsten hat der Teich schon alle Zeit bei heißen und trockenen Sommern mit der Verdunstung zu kämpfen“, wusste Ortsvorsteher Walter Valentin zu berichten.
Der Tatbestand, dass einige Eigentümer das Niederschlagswasser von ihren Grundstücken nach wie vor in den öffentlichen Raum leiten, sei jedoch nicht zulässig, erklärte die Verwaltungschefin. Sie begründete das grundlegende Verbot beispielsweise auf die Gefahr gefrierender Nässe im Winter. Mithin berichtete Erhard Steker, dass es Kommunen gibt, die für Regenwasserentsorgung zur Kasse bitten. (Von René Gaffron)
Anlieger zur Kasse
Die Sanierung des Dorfangers in Reppinichen wird schätzungsweise 95 000 Euro kosten. Die Hälfte der Summe müssen die davon profitierenden Anlieger tragen. Dank Förderung liegt der kommunale Anteil bei lediglich 17 500 Euro.
Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Ort sind 198 000 Euro zu kalkulieren. 30 Prozent der Kosten werden – jeweils straßenweise – den Grundstücksbesitzern in Rechnung gestellt. Dank Förderung muss die Gemeinde Wiesenburg/Mark lediglich 52 000 Euro beisteuern. R. G.
Ablauf und Finanzierung der Beleuchtungserneuerung, inklusive Stromanschlüsse, werden bei einer Einwohnerversammlung – heute, 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus – erläutert. (MAZ)